Kurze Geschichte der Leichten Radfahrzeuge der Schweizer Armee

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs konnte die Schweizer Armee Fahrzeuge der amerikanischen Armee beschaffen, die nicht mehr benötigt wurden. In der „Aktion Surplus“ wurden tausende Jeeps und Dodge beschafft, die weit bis in die 80iger Jahre zuverlässig Dienst taten. Abgelöst wurden sie einerseits durch Fahrzeuge der Schweizer Firma MOWAG in Kreuzlingen und andererseits durch die Produkte der österreichischen Firma Steyr (ua Haflinger und Pinzgauer), Mercedes Benz (ua Unimog) sowie die VW-Kastenwagen. Die Offiziere hatten ab 1945 Anrecht auf ein Dienstfahrzeug, das je nach Dienstgrad unterschiedlich luxuriös war.

1950 begann die Serienfertigung des ersten Modells des VW Transporters. Seit 2015 wird als sechste Generation der T6 hergestellt.

Mit den unzähligen Anhängern, zum grossen Teil durch Schweizer Firmen produziert, wurden praktisch alle Truppeneinheiten ausgerüstet. Hervorzuheben sind die vielen Spezialanhänger der Luftschutztruppen für Motorspritzen oder Stromaggregate sowie die Anhänger der Versorgungstruppen wie Mühlen und Feldbäckereien.

Überraschend zahlreich waren (landwirtschaftliche) Traktoren vor allem bei den Genietruppen oder für den Flugzeugschlepp eingesetzt. Die Fahrzeuge sind Zeuge einer in der Schweiz nicht mehr vorhandenen Fahrzeugindustrie.

Die Dienstfahrzeuge vieler Alt-Bundesräte runden die faszinierende Ausstellung ab.