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Teilnahme am 8. Oldtimertreffen in Rheinfelden

NewsAlle NewsbeiträgeWeitere InformationenTeilnahme am 8. Oldtimertreffen in Rheinfelden Am 27. September durften wir auf Einladung des Oldtimer Clubs Feldschlösschen am 8. Oldtimertreffen in Rheinfelden teilnehmen. Dabei präsentierten wir die Stiftung HAM einem...

Outdoor Panzerausstellung – Transport nach Burgdorf

NewsAlle NewsbeiträgeWeitere InformationenOutdoor Panzerausstellung - Transport nach Burgdorf Am 18. und 19. September 2025, fand der Umzug von weiteren sechs Panzerfahrzeugen aus der «Outdoor»-Ausstellung im Polygon in Thun an den Standort Burgdorf statt. Die...

Tag der Angehörigen der Panzerschule 21 (TdA Pz S 21)

NewsAlle NewsbeiträgeWeitere InformationenTag der Angehörigen der Panzerschule 21 (TdA Pz S 21) Die Panzerschule 21 unter dem Kommando von Oberst i Gst Corina Gantenbein hat für den Samstag, 23. August sowie den Samstag, 30. August 2025 die Angehörigen der...

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Dekontaminierung Sanitäts- und Veterinärmaterial

Noémie Nydegger, Antonin Tarchini

Die Stiftung HAM betreut eine Sammlung von Sanitäts- und Veterinärmaterial mit über 4000 Objekten. Etwa 1/8 dieser Gegenstände enthalten grosse Mengen alte Medikamente und Chemikalien. Meistens handelt es sich um Kisten, die für den Transport von Sanitäts- und Veterinärmaterial aller Art verwendet wurden, z. B. Apotheken, Erste-Hilfe-Material, Verbandsmaterial, Dekontaminationsmaterial oder Material zur Behandlung von Verletzungen durch chemische Waffen. »

Veterinärkiste, ca. 1930
Abbildung 1: Veterinärkiste, ca. 1930
Krankenzimmerkiste, 1912/13)
Abbildung 2: Krankenzimmerkiste, 1912/13

Das Vorhandensein dieser Produkte und die Tatsache, dass diese Kisten viele Jahre lang ungeöffnet und in oft ungeeigneten Lagern aufbewahrt wurden, stellt ein Problem für die Erhaltung der Sammlung und die Gesundheit der Personen, die an der Sammlung arbeiten, dar. Im Laufe der Zeit haben die Chemikalien mit den Behältern interagiert und die Materialien, aus denen sie bestehen, beschädigt. Diese Reaktionen sind zum Teil auch für die Bildung giftiger gasförmiger Verbindungen (z. B. flüchtige organische Verbindungen) verantwortlich, die sich für Personen, die mit diesen Objekten umgehen, als giftig erweisen können.
Zinkflasche für Spiritus
Abbildung 3: Zinkflasche für Spiritus
Stempelkissen
Abbildung 4: Stempelkissen

Aus diesen Gründen wurde beschlossen, die Medikamente und Chemikalien zu entfernen und zu vernichten (Militärapotheke) und nur die Behälter zu behalten. Aus Gründen der Konservierung und Lagerung wurden auch diese Behälter und alle anderen Objekte aus den Kisten entfernt und separat in säurefreien Kartonschachteln gelagert. Dadurch werden Abbaureaktionen aufgrund von Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Materialien vermieden und empfindlichere Elemente können unter besseren Aufbewahrungsbedingungen gelagert werden. Vor dem Verpacken wurden Objekte mit Schäden (Korrosion, Bruch usw.) von den Konservatoren/innen-Restauratoren/innen behandelt.
Leere Kiste und Inhalt separat verpackt
Abbildung 5: Leere Kiste und Inhalt separat verpackts
Entfernte Medikamente
Abbildung 6: Entfernte Medikamente

Für diese Arbeit wurde ein Team aus zwei Konservatoren/innen-Restauratoren/innen und zwei ehemaligen Mitarbeitern der Militärapotheke zusammengestellt. Jede Kiste wird dokumentiert und nach einem genau festgelegten Protokoll bearbeitet. Es wurde eine spezielle Abzugshaube installiert, um unter sicheren Bedingungen arbeiten zu können.
Ehemalige Mitarbeiter der Militärapotheke (Leeren der Ampullen mit Medikamenten)
Abbildung 6: Ehemalige Mitarbeiter der Militärapotheke (Leeren der Ampullen mit Medikamenten)
Abzugshaube mit Kiste in Bearbeitun
Abbildung 7: Abzugshaube mit Kiste in Bearbeitung