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Teilnahme am 8. Oldtimertreffen in Rheinfelden

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Outdoor Panzerausstellung – Transport nach Burgdorf

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Tag der Angehörigen der Panzerschule 21 (TdA Pz S 21)

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Gefahrstoffe – Unsichtbare Feinde auf dem Kulturgut

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Vor knapp 80 Jahren abgestürzt – nun restauriert: Die Restaurierung der Motoren des C-53C Skytrooper Dakota (Gauligletscher)

Antonin Tarchini

Wir versetzen uns zurück auf den 19. November 1946. «…um 14.25 Uhr setzte das Flugzeug unfreiwillig mit einer Geschwindigkeit von 280 km/h genau in der Höhe von 3350 Metern auf dem Gauligletscher am Südosthang des Gauligrats auf und rutschte über Schnee und Eis noch 80 Meter aufwärts. Durch einseitigen Schneestau nach dem Aufsetzen wurde das Flugzeug seitlich abgelenkt und rutschte dadurch zwischen zwei Gletscherspalten weiter; ansonsten wäre die DC-3 hineingestürzt…»

Hier die ganze Geschichte:

Im Jahr 2012, also 66 Jahre nach dem Unglück, entdeckten drei junge einheimische Bergsteiger den ersten Propeller.
Die Stiftung HAM hat – auf Anfrage der Lernenden-Ausbildung (Polymechaniker/-in EFZ) des Flugplatzes Meiringen – im Jahre 2013 den Propeller restauriert (Abbildung 1). Dieser Auftrag wurde von der ZSHAM bewilligt.

Arbeiten in den Werkstätten des Flugplatz Meiringen im 2013 (Bild: Stiftung HAM)
Abbildung 1: Arbeiten in den Werkstätten des Flugplatz Meiringen im Jahre 2013 (Bild: Stiftung HAM)
Motor und Propeller auf dem Gauligletscher im 2018 (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer)
Abbildung 2: Motor und Propeller auf dem Gauligletscher im Jahre 2018 (Bild: KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Im Jahr 2018 wurde der zweite Propeller mit Motor gefunden (Abbildung 2) und geborgen. Später konnte auch der Motor des ersten Propellers geborgen werden. Erneut ist die Stiftung HAM angefragt worden, ob sie die angehenden Polymechaniker bei der Restaurierung ausbilden und unterstützen könnte. In Absprache mit der ZSHAM starteten wir im Sommer 2025 auf dem Flugplatz Meiringen mit der Restaurierung der Motoren. Da diese Motoren komplizierter aufgebaut sind als der Propeller, welcher 2013 restauriert wurde, musste die Behandlungsmethode überdacht werden.

Wir haben das Verfahren Trockeneisstrahlen (Abbildung 3) ausgewählt, weil es sich um eine Methode handelt, mit welcher Schmutz und Korrosionsprodukte auf Aluminium effizient und unkompliziert entfernt werden können. Dabei wird festes, gekühltes Kohlendioxid (C02) verwendet, um die Verunreinigungen schonend und ohne Abrieb von Oberflächen zu entfernen; dazu werden Trockeneis-Pellets mit Druckluft beschleunigt. Beim Aufprall sublimiert das Trockeneis sofort, was die Schmutzschicht versprödet und die Verunreinigung ablöst. Der grosse Vorteil dieser Technik besteht darin, dass – im Gegensatz bei der Anwendung von Sandstrahlung – keine Sandpartikelrückstände zurückbleiben und somit keine zusätzliche Reinigung erforderlich ist.

Mit dieser Methode konnten nicht nur die Verschmutzungen (Abbildung 4 und 5) sondern auch ein grosses Teil der Korrosionsprodukten von Aluminium entfernt werden (Abbildung 6).

Dieser interessante Auftrag hat in verschiedener Hinsicht einen Mehrwert zur Folge: Er dient den angehenden Polymechanikern bei ihrer Ausbildung, er unterstützt die stiftungsinterne Weiterbildung und sorgt letztendlich dafür, dass militärhistorische Objekte als Kulturgut erhalten werden können und somit in Zukunft als Zeugen der Vergangenheit dienen.

Behandlung Trockeneisstrahlen
Behandlung Trockeneisstrahlen

Abbildung 3: Behandlung durch Trockeneisstrahlen

Videos der Trockeneisstrahlbehandlung

Motor vor und nach Behandlung
Motor vor und nach Behandlung

Abbildung 4: Motor vor und nach Behandlung

Motor vor Behandlung
Motor nach Behandlung

Abbildung 5: Motor von oben vor und nach Behandlung

Kühlrippen am Zylinderkopf vor Behandlung
Kühlrippen am Zylinderkopf nach Behandlung

Abbildung 6: Kühlrippen am Zylinderkopf vor und nach Behandlung